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Wer hat Angst vor'm schwarzen Mann? 1/9/07 6:16 AM
In meiner Kindheit ist's ein sehr beliebtes Spiel gewesen... in meinem Leben habe ich aber auch viele Menschen kennen gelernt, bei denen dieses Synonym für innere, meist auch unausgesprochene Ängste steht... ich bin immer wieder darüber überrascht, wie sehr sich manche Menschen von ihrer inneren Stimme leiten lassen... das kann natürlich auch positiv sein, ist es aber in den seltensten Fällen... oftmals sind diese Personen sich der Ängste nicht mal selbst richtig bewusst... ok, ich habe Angst vor Spinnen... nicht vor den Tieren an sich... aber vor der Unberechenbarkeit... nie weiss man, in welche Richtung die plötzlich losflitzen... meine Unsicherheit ruht auf der Ungewissheit vor deren unvorhersehbarer Reaktion... wenn ich diese Ungewissheit in mir habe, lasse ich mich von meiner inneren Stimme leiten, wie ich reagiere... was ist diese innere Stimme? ...eine Ansammlung verschiedenster Erlebnisse, die ich in meinem Leben gemacht habe und damit irgendwie verknüpfe... bei Kindern und Tieren ist diese innere Stimme am ausgeprägtesten... teilweise die Neugier, die uns dazu treibt, etwas ausprobieren zu wollen... und dagegen die bisherigen negativen Erlebnisse... ein Kind, das zuvor auf einer Wiese nur mit Schmetterlingen in Kontakt kam, wird keine Hemmungen haben, eine Biene in die Hand zu nehmen... ein Kind, das mal eine Biene angefasst hat und gestochen wurde, wird mit Sicherheit die nächste Zeit keine Spinne anfassen... habe ich einmal etwas gegessen, was mir nicht geschmeckt hat, meide ich diese Speise weiterhin... egal wie und von wem vorbereitet... so durchzieht das unser ganzes Leben... Lernprozesse... viele negativen Erfahrungen muss man auch gemacht haben... das schützt uns vor uns selbst... wer nicht weiss, wie heiss Feuer ist, wird ihm auch nicht ausweichen... doch muss man deswegen Angst vor dem Feuer haben? ...wer noch nicht oft genug vom Stuhl gefallen ist, wird auch künftig keine Leiter benutzen... ein Problem wird erst daraus, wenn man so oft oder so hart vom Stuhl gefallen ist und deswegen auch keine Leiter mehr besteigt... wenn man nur noch von Ängsten begleitet und geleitet wird... man wird sein Leben lang vielleicht keine Leiter mehr besteigen wollen... irgendwie komisch... so werden manche Dinge, die für die meisten als das Normalste der Welt angesehen werden, für andere zur unüberwindbaren Hürde... können nicht aus ihrer Haut heraus... ich gehöre zu der Sorte glücklicher Menschen, die immer positiv denken... sehe immer nach vorne und lasse mich nicht von der Vergangenheit einholen... habe eigentlich so gut wie keine Ängste... auch negativ gemachte Erfahrungen teste ich immer wieder erneut... zwar nur in kleinen Schritten, aber ich stelle mich meinen Ängsten, anstatt diese mein Leben lang mit mir herumzutragen... ich habe jahrelang keine Aprikosenmarmelade gegessen... weiss der Teufel warum... irgendwann in meiner Kindheit hatte ich mich mal an dieser haarigen Haut geekelt... schön blöd... auch wenn es mich manchmal sehr viel Überwindung kostet, überringe ich mich immer wieder dazu, einen ganz klitzekleinen erneuten Versuch zu machen... um die Ungewissheit zu vernichten... um das Bauchgefühl zur Sicherheit werden zu lassen... schaue nachts in den Schrank (mit Nudelholz und Taschenlampe ;-) um mich zu überzeugen, dass da keiner drin steht, der mich holen will... ich gebe Ängsten keine Chance!
Hi Ruckzuck, zum Thema ist eigentl. ja schon alles gesagt.Bleibt nur noch mein Fazit, dass ein gesundes Mass Angst zum Leben dazu gehört. Denn es bewahrt uns vor viel Unheil. Finde deine Blogs klasse und lese sie immer wieder gerne zwischen den Spielen, Grüße aus dem Sauerland, Daniela
Jepp... mir fällte (ehrlich gesagt) auch nicht mehr viel ein, was ich dazu noch sagen könnte... vielleicht einige positive oder negative Erlebnisse?
hi,ich finde es gut,das du dieses Thema mal ansprichst.Das Leben besteht nicht nur aus Spass und Spiel.Die Ängste,egal welcher Art,begleiten uns bald täglich.Auch ich kann ein Lied darüber singen.Aber nach Schatten kommt auch Licht und das ist mein Leitspruch.
Ja, es gibt immer noch jemandem, dem es viel schlechter geht, als Dir selbst... wir sollten das sehen, was wir haben und nicht das, was wir nicht haben...
Ein schwieriges Thema hast Du Dir ausgesucht....Angst, Furcht, Misstrauen(zähle ich dazu) wird erlebt und somit erlernt. Oftmals bereits in der Kindheit. Jeder von uns kennt diese Empfindungen, aber jeder geht auch wieder anders damit um. Sich Ängsten gestellt, und diese überwunden zu haben, macht stark und gibt Selbstvertrauen. Man kann Ängsten aber auch ausweichen, z.B. indem ich nicht in meine Garage gehe, weil da fette Spinnen sind...
Mein nächster Blog wird was Lustiges... Deiner Aussage habe ich nur hinzuzufügen, dass ich nichts hinzuzufügen habe und dieses halt dewegen hinzufüge... und vielleicht, dass ich einen Sicherheitsabstand zu Spinnen einhalte, der etwa bei einem Meter liegt (Staubsaugerrohrlänge)...
Ein sehr interessantes Thema.Angst gehört zum Leben.Man muß nur ganz normal mit ihr umgehen und sie verarbeiten,sich ihr stellen.Wer das nicht wirklich kann ,läuft Gefahr,daß die Angst negativen Einfluß auf die Persönlichkeit nimmt,irgendwann ein großer Kloß wird,der wächst und wächst!!
Sehr richtig... wenn sich erstmal ein Kloss gebildet hat. ist es meist schon zu spät und man kommt ohne fremde Hilfe dort nicht mehr heraus... will gar nicht heraus... lebt lieber mit Wissen, diese Angst zu haben... da weiss man was man hat... Überwindung ist ja auch eine Angst... eine zusätzliche..
Im Bereich der Kindererziehung werden meiner Meinung nach viele Ängste geschürt - "mach dies nicht, sonst ...", "pass auf, sonst ...". Es gibt Erfahrungen, die man machen muss, wie das Kind, das sowieso erst glaubt, dass die Herdplatte heiss ist, wenn es drauf gefasst hat. "Be - greifen" eben.
Genau das meinte ich mit dem Feuer... aber auch die Katze, die unbedingt und unter allen Umständen an der Kerze riechen muss, macht das nur einmal...
Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich vieles überwunden habe, bisher. Doch die Angst vor Menschen, die mich eben noch "Freund" nennen und im nächsten Moment das Vertrauen zerstören, bleibt mir sicher noch eine Weile erhalten.
Liebe und Hass liegen nah beieinander. Die Gefühlsintensität (bei tiefer Enttäuschung o.ä.) wird dann einfach in eine andere Bahn umgelenkt wird. Beide Gefühle sind ja sehr intensiv. Sicher eine Angst, die nicht mehr leicht zu nehmen ist, wenn man sie erfahren hat... Vertrauen ist das Zauberwort...